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News

Ostereier färben

  • 11.02.2016
    • Claudia Halbheer

Nähere Infos findest du hier!

Strahlende Gesichter

  • 18.01.2016
    • Christoph Schweizer

GEDANKENSTRICH
In vielen unserer Wohnungen und Häuser trifft man auf Fotos. Sie hängen meist wohlgeordnet an der Wand oder sind an einem gut sichtbaren Ort aufgestellt. Sie halten Erinnerungen fest. Es sind oft Bilder von Mitgliedern der Familie, wichtigen Ereignissen oder unvergesslichen Erlebnissen. Allesamt haben sie etwas gemeinsam: Es sind Schnappschüsse, die die frohen und guten Momente des Lebens festhalten. Es sind strahlende Gesichter, die auf den Fotos abgebildet sind.
Diese strahlenden Gesichter erinnern mich an eine Geschichte aus dem Neuen Testament (Matthäus 17,1-9). Jesus steigt mit drei Jüngern auf einen hohen Berg. Diese werden dort oben Zeugen eines eindrücklichen Ereignisses. Mit Jesus geht eine Verwandlung vor sich und es heisst u.a.: Sein Gesicht strahlte wie die Sonne. Das macht Eindruck auf den Jünger Petrus und er möchte darum diesen schönen Moment festhalten. Er möchte oben auf dem Berg bleiben.
Anlässlich von Besuchen erzählen mir Menschen oft aus ihrem Leben und zeigen mir die dazugehörigen Fotos. Ich freue mich, wenn ich Anteil nehmen darf an diesen schönen Momenten des Lebens. Umso mehr schmerzt es mich, wenn ich erzählt bekomme, dass manchem strahlenden Gesicht auf den Fotos das Lachen in der Zwischenzeit vergangen ist und dass das Leben Wendungen nahm, die viel eher Anlass zum Weinen denn zum Lachen gaben.
In der Geschichte von Jesus und seinen drei Jüngern lesen wir weiter, dass sie gemeinsam den Berg hinabstiegen. Unten im Tal angekommen, machten sie sich auf den Weg nach Jerusalem. Bald darauf schon sprach Jesus davon, was ihn dort erwarten würde (Matthäus 17,22.23).
Die beginnende Passionszeit will uns mitnehmen auf einen inneren Weg. Sie zeigt uns Jesus als den, der sowohl auf den Höhepunkten des Lebens als auch unten im Tal mit uns geht. Er trägt das Leidvolle und Schwierige unseres Lebens mit und ist tief solidarisch mit uns.
Ich wünsche mir deshalb, dass wir als Christinnen und Christen immer noch mehr einen Blick für jene Menschen bekommen, denen das Lachen vergangen ist und die sich nach Trost sehnen. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass Gott unsere Gesichter in Jesus Christus zum Strahlen bestimmt hat (Matthäus 13,43). Und ich glaube, dass er sich freut, wenn wir ihm bereits heute ein wenig dabei helfen.
Bhüet eus Gott mitenand!
Hier finden Sie das neuste «lokal Nr 2»

«Echt und stark» oder «Was befindet sich unter dem Sixpack? »

  • 24.12.2015
    • Andy Altorfer

GEDANKENSTRICH
Mit einigen jungen Männern, sie sind noch keine 26 Jahre alt, treffe ich mich regelmässig. Wir reden über unseren Alltag, beschäftigen uns mit einem biblischen Thema und beten. Spässe und Sprüche, durchaus auch auf Kosten der Kollegen, kommen nicht zu kurz. Die Jungs sind voll im Saft, es wird oft laut diskutiert und gelacht. Allesamt sind sie sportlich und können ein Sixpack vorweisen. Bei den Sprüchen kann ich gut mithalten. Beim Sixpack allerdings sieht es etwas anders aus …
Seit einigen Wochen hat sich etwas bei unseren Treffen verändert. Wir diskutieren über ein Buch, in dem es darum geht, echt zu sein. Echt sein heisst, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein und zu seinen Grenzen zu stehen. Echt sein bedeutet auch, sich der eigenen Motive bewusst zu werden, auch wenn diese manchmal nicht besonders edel sind. Echt sein bedeutet, sich im Alltag seinen Sorgen, Ängsten und auch dem Ärger zu stellen. Nicht die Anderen sind an allem schuld, sondern es ist meine Verantwortung, wie ich mit schiwerigen Situationen umgehe. Bleibt alles unter der Oberfläche, brodelt und wuchert es unkontrolliert, und ich reife als Mensch kaum. Diese inneren Regungen gilt es auch vor Gott zur Sprache zu bringen. Er weiss damit umzugehen. Ich bin überzeugt, Gott ist nicht an unserer Fassade interessiert, sondern an unserem wahren Innenleben. Gottes Sehnsucht ist es, uns zu unterstützen auf dem Weg, emotional gesunde Menschen zu werden.
Ich persönlich mag es harmonisch, was ja durchaus seine guten Seiten hat. Konflikte, Differenzen und gegensätzliche Meinungen irritieren mich zuerst einmal. Ich musste lernen, Konflikte auszutragen, auszuhalten und auch einmal auf meiner Position zu bestehen. Ein reifer Mensch kann mit Konflikten umgehen. Er macht nicht die Faust im Sack oder schlägt verbal um sich.
Seit wir uns mit diesem Buch beschäftigen, reden wir weniger um den heissen Brei herum. Wir erzählen uns eher, wie es uns wirklich geht, wo wir anstehen, was uns ärgert, wo unsere Schwächen sind. Langsam haben wir begriffen: Ein ehrlicher Blick unter die Oberfläche führt zu wahrer Stärke.
Hier das neuste lokal Nr. 16 |1

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