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News

Nicht allein

  • 16.04.2015
    • Rebecca Altorfer

GEDANKENSTRICH
Da ist er auch schon weg. Gerade noch hat er mit ihnen geredet, ihnen eine Zusage gegeben, sie gesegnet. Und schon ist er weg. Von ihnen weggenommen und zum Himmel emporgehoben.
Über die Gefühle der Jünger nach Auffahrt wird nichts erwähnt. Es steht nur, dass sie zusammenhielten, beieinander blieben und beteten – erwartungsvoll und ohne müde zu werden. Sie waren nicht wie nach der Kreuzigung hoffnungslos, sondern ermutigt. Sie waren nicht niedergeschmettert, sondern bereit. Bereit für das, was kommt. Denn Jesus gab ihnen eine letzte Zusage:
«Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausgerüstet werden, und das wird euch dazu befähigen, meine Zeugen zu sein.» (Apg 1,8)
Genau das erlebten sie einige Tage später an Pfingsten.
An Pfingsten schenkte sich Gott noch einmal auf eine neue Weise in diese Welt hinein – durch seinen Geist, der in uns wohnen will.
Deshalb gilt diese Zusage auch für mich. Auch ich darf für mich in Anspruch nehmen: «Ich bin begabt, ausgerüstet und bevollmächtigt durch den Heiligen Geist.»
Ich bin meinem Leben und meiner Umgebung nicht wahllos ausgeliefert. Ich bin in dieser Welt nicht fehl am Platz. Ich bin gewollt, geliebt und festgehalten von Gott. Und er rüstet mich aus für das, was kommt.
Vor ein paar Wochen vergass ich, mein Leben von diesen Zusagen prägen zu lassen – und spürte die Verunsicherung in mir. Ich las in der Bibel und mir begegneten die folgenden Texte immer und immer wieder:
«Denn euer Vater weiss, was ihr braucht.»
»Macht euch keine Sorgen um den nächsten Tag.»
«Wie viel mehr wird dann euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten.»
Diese Beispiele fand ich nur schon auf den ersten drei Seiten, die ich in meiner Bibel aufschlug und nahm sie ganz bewusst in mich auf. Gott sprach zu mir. Und ich begann, wieder zu vertrauen. Falls auch Sie, wie ich, mal wieder an sich zweifeln, will ich Ihnen sagen:
Sie sind nicht überflüssig, unbegabt oder wertlos. Im Gegenteil! Lesen Sie die Zusagen Gottes, schreiben Sie sie auf einen Zettel und hängen Sie ihn an den Kühlschrank. Jesus lässt uns nicht alleine zurück. Er wirkt, er spricht, er lebt. Auch heute noch – durch seinen Geist. Gott sei Dank für Pfingsten!
Hier finden Sie das neuste lokal.

Fiire mit de Chliine

  • 30.03.2015
    • Claudia Halbheer

Ein paar Inspirationen vom letzten Anlass finden Sie hier.

Ihre Arbeit ist wertvoll

  • 26.02.2015
    • Rebecca Altorfer

GEDANKENSTRICH
Seit ich mit Juri, unserem Sohn, unterwegs bin, dauert alles viel länger. Wir halten bei jedem kleinen Bauernhof an. Oder wir beobachten die Bauarbeiter und Bagger auf der Baustelle. Wir schauen den Müllwerkern zu, wie sie unsere Strassen begehbar und sauber machen. Und am liebsten winken wir anderen Eltern mit ihren Kindern oder Spaziergängern mit ihren Hunden, die an uns vorbeigehen.
Mit einem Kleinkind geht nicht nur alles länger, sondern die ganze Welt wird spannender, und ich erkenne stärker den Wert der Langsamkeit. Das, was Sie in Ihrem Alltag tun, ist wertvoll. Die Bauern kultivieren unser Land, pflügen, säen und ernten. Sie sorgen für die Tiere und ernähren uns. Die Bauarbeiter entwickeln neue Wohnflächen oder machen unsere Strassen begehbar. Die Müllwerker schaffen das Chaos weg und stellen Ordnung und Schönheit wieder her. Eltern schützen ihre Kinder und heilen ihre kleinen Wunden. Egal, womit wir uns in unserem Alltag beschäftigen, es hat etwas Göttliches an sich und einen grossen Wert. Denn Gott gab dem Menschen in der Schöpfungsgeschichte einen Auftrag: Auf die Welt aufzupassen.  Adam sollte über die Welt herrschen. Nicht wie ein Diktator. Nicht wie ein Tyrann. Sondern so, wie es ein guter König tun würde. Der Mensch hatte den Auftrag, die Welt zu schützen, zu strukturieren, so dass das Beste aus ihr herausgeholt würde. Sie zu entwickeln und zu kultivieren, damit ihr ganzes Potential genutzt werden kann in allen Bereichen: Schöpfung, Beziehungen, Arbeit. Die Welt sollte aufblühen in ihrer allerschönsten Pracht. Und zwar für alle Lebewesen. So würde ein guter König die Welt regieren, dass es der ganzen Schöpfung wohl ergeht. Das ist der Kulturauftrag, den wir Menschen erhalten haben. Unsere Arbeit, sei es im Büro, auf der Baustelle oder zu Hause, hat einen unglaublichen Wert. Durch unsere Arbeit erfüllen wir den Willen Gottes. Wir gestalten und ordnen die Welt zum Wohle aller.
Wenn Sie das nächste Mal einen Motivationsschub brauchen, schauen Sie Ihre Arbeit mit den Augen eines kleinen Kindes an. Lassen Sie sich auch von kleinen Dingen überraschen und sehen Sie die kleinen Veränderungen, die Grosses bewirken können. Und schauen Sie mit den Augen Gottes: nehmen Sie Ihren Anteil am grossen Auftrag wahr, den Gott uns gegeben hat. Ihre Arbeit ist wertvoll.

 

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