Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen auf der Website der Kirchgemeinde Rorbas-Freienstein-Teufen.

News

Oeffnungszeiten Sekretariat

  • 18.07.2015
    • Claudia Halbheer

Das Sekretariat ist ab Montag, 3. August wieder geöffnet.

Entdeckungsreise

  • 16.07.2015
    • Dorette Abderhalden

GEDANKENSTRICH

Im Magazin einer Lebensversicherung las ich kürzlich einen Artikel über die Erhaltung unserer geistigen Leistungsfähigkeit: «Neues lernen und ungewohnte Wege gehen sind das beste Rezept, damit das gesunde Gehirn auch im Alter fähig bleibt, neue Verbindungen zwischen den Hirnzellen herzustellen... Es lohnt sich, sein Gehirn ab und an zu strapazieren. Das ist bereits im Kleinen möglich: Hinterfragen Sie vorgefasste Meinungen kritisch, begegnen Sie schwelenden Konflikten mit einem Gespräch, suchen Sie konstruktive Lösungen für ein Problem, statt sich zu ärgern...» (SWISSLIFE, Sommer 2015, S.29)
So klein finde ich das nicht einmal. Meine vorgefassten Meinungen zu hinterfragen, empfinde ich als verunsichernd und anstrengend. Geistige Fitness kostet ebenso wie körperliche einen Preis an Mühe und Zeit. Die Bereitschaft, diesen Preis zu zahlen, wächst bei mir da, wo ich nicht mehr zufrieden bin mit dem Status quo. Da, wo meine «Glaubenssätze» in zunehmende Spannung geraten zu dem, was ich mir vom Leben erhoffe. Da, wo sie mir nicht mehr helfen, die Menschen zu lieben, die mir wichtig sind. Da, wo ich immer grössere Anteile meiner Lebenswirklichkeit ausblenden muss, um sie noch aufrecht zu erhalten.
Nach den Herbstferien laden wir in unserer Kirchgemeinde zu einem Glaubenskurs ein (Spur 8). Die Anmeldefrist ist bereits angelaufen. Natürlich ist so ein Kurs eine Einladung, die «eigenen vorgefassten Meinungen zu hinterfragen». Er kostet einen Preis an Anstrengung und Zeit. Wie eine Reise in ein unbekanntes Land - oder in ein Land, das ich zu kennen meine, das sich mir dann aber vielleicht ganz anders präsentiert, als ich es in Erinnerung habe. Wir machen diese Reise gemeinsam. Auch die Leitenden dieses Kurses hoffen auf neue Entdeckungen. Auch sie kommen mit der Bereitschaft, ihre vorgefassten Meinungen zu hinterfragen. Sie teilen ihre beschränkten Erfahrungen und Kenntnisse dieses Landes – nicht um zu «belehren», sondern um den Blick der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schärfen für eigene Erfahrungen.
Ich wünsche Ihnen erholsame Sommertage und grüsse Sie herzlich
lokal Nr. 8
 

Voll Vertrauen

  • 07.06.2015
    • Andy Altorfer

GEDANKENSTRICH
Sind Sie auch schon einmal von einem hohen Sprungbrett, einem grossen Stein oder gar einer Brücke ins Wasser gesprungen? Das braucht Mut. Doch das Eintauchen in das kühle Nass, das wieder nach oben Schwimmen, das Pumpen des Adrenalins im Körper ist ein euphorisches und belebendes Gefühl. Trotz der Überwindung, die es braucht, wollen Kinder und Jugendliche  – aber auch Erwachsene – immer wieder nach oben steigen, um erneut zu springen.
Ein solch gewagter Sprung braucht Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Vertrauen ist grundlegend wichtig für unser Leben und ist die Essenz des Glaubens. Im Glauben geht es nicht in erster Linie darum, dass ich  gewisse Aussagen der Bibel für wahr halte und unterschreibe. Nein, der Glaube ist mehr. Glauben heisst, Gott zu vertrauen.
Doch dieses Vertrauen ist gefährdet. So erlebe ich es auf jeden Fall. Im Leben bin ich immer wieder herausgefordert, diesem unsichtbaren Gott zu vertrauen. Dies gerade auch in meinen konkreten Lebensumständen wie z.B. beruflichen Veränderungen, unerwarteten Kosten, Konflikten oder der plötzlichen Erkrankung eines Freundes. Dies alles nagt an meinem Vertrauen zu Gott. Wo ist Gott in dieser Situation? Komme ich nicht zu kurz? Meint er es wirklich gut mit mir?
Gegenwärtig lese ich ein Buch zu diesem Thema. Es heisst «Voll Vertrauen», geschrieben von Thomas Härry . Er verwendet darin einen Vergleich: Unser Vertrauen ist wie ein Muskel, der trainiert werden kann. Zwei Beispiele sind mir geblieben:
Das Volk Israel erinnerte sich immer wieder an die Taten Gottes. Bei der Flucht aus Ägypten zum Beispiel hat sich Gott als vertrauenswürdig erwiesen. Auch ich möchte mich immer wieder an gute Erfahrungen mit Gott erinnern, die ich gemacht habe. Mein Vertrauen wird zum Beispiel trainiert, wenn etwas entgegen meiner Erwartung positiv heraus gekommen ist. Vielleicht hatte ja Gott etwas damit zu tun...
Ein weiterer Tipp von Härry ist, die konkreten persönlichen Herausforderungen in Bezug zu Gott bringen. Was geschieht, wenn ich ausspreche: «Ich vertraue dir, Jesus, in diesem Konflikt oder diesem finanziellen Engpass?» Mir scheint es, dass  der Glaube auf diese Weise für mich nach und nach persönlicher und konkreter erfahrbar wird.
Ich wünsche uns in allen Umständen, gerade auch wenn wir in den Sommerferien verreisen, volles Vertrauen!
Hier das neuste lokal (Nr. 7)

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