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Herzlich willkommen auf der Website der Kirchgemeinde Rorbas-Freienstein-Teufen.

News

Voll Vertrauen

  • 07.06.2015
    • Andy Altorfer

GEDANKENSTRICH
Sind Sie auch schon einmal von einem hohen Sprungbrett, einem grossen Stein oder gar einer Brücke ins Wasser gesprungen? Das braucht Mut. Doch das Eintauchen in das kühle Nass, das wieder nach oben Schwimmen, das Pumpen des Adrenalins im Körper ist ein euphorisches und belebendes Gefühl. Trotz der Überwindung, die es braucht, wollen Kinder und Jugendliche  – aber auch Erwachsene – immer wieder nach oben steigen, um erneut zu springen.
Ein solch gewagter Sprung braucht Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Vertrauen ist grundlegend wichtig für unser Leben und ist die Essenz des Glaubens. Im Glauben geht es nicht in erster Linie darum, dass ich  gewisse Aussagen der Bibel für wahr halte und unterschreibe. Nein, der Glaube ist mehr. Glauben heisst, Gott zu vertrauen.
Doch dieses Vertrauen ist gefährdet. So erlebe ich es auf jeden Fall. Im Leben bin ich immer wieder herausgefordert, diesem unsichtbaren Gott zu vertrauen. Dies gerade auch in meinen konkreten Lebensumständen wie z.B. beruflichen Veränderungen, unerwarteten Kosten, Konflikten oder der plötzlichen Erkrankung eines Freundes. Dies alles nagt an meinem Vertrauen zu Gott. Wo ist Gott in dieser Situation? Komme ich nicht zu kurz? Meint er es wirklich gut mit mir?
Gegenwärtig lese ich ein Buch zu diesem Thema. Es heisst «Voll Vertrauen», geschrieben von Thomas Härry . Er verwendet darin einen Vergleich: Unser Vertrauen ist wie ein Muskel, der trainiert werden kann. Zwei Beispiele sind mir geblieben:
Das Volk Israel erinnerte sich immer wieder an die Taten Gottes. Bei der Flucht aus Ägypten zum Beispiel hat sich Gott als vertrauenswürdig erwiesen. Auch ich möchte mich immer wieder an gute Erfahrungen mit Gott erinnern, die ich gemacht habe. Mein Vertrauen wird zum Beispiel trainiert, wenn etwas entgegen meiner Erwartung positiv heraus gekommen ist. Vielleicht hatte ja Gott etwas damit zu tun...
Ein weiterer Tipp von Härry ist, die konkreten persönlichen Herausforderungen in Bezug zu Gott bringen. Was geschieht, wenn ich ausspreche: «Ich vertraue dir, Jesus, in diesem Konflikt oder diesem finanziellen Engpass?» Mir scheint es, dass  der Glaube auf diese Weise für mich nach und nach persönlicher und konkreter erfahrbar wird.
Ich wünsche uns in allen Umständen, gerade auch wenn wir in den Sommerferien verreisen, volles Vertrauen!
Hier das neuste lokal (Nr. 7)

Bräteln im Pfarrhausgarten am Sonntag, 17. Mai nach dem Gottesdienst

  • 18.05.2015
    • Claudia Halbheer

Hier gibt es ein paar Bilder dazu.

«Da bini dihei»

  • 18.05.2015
    • Christoph Schweizer

GEDANKENSTRICH

In den Sommermonaten werden die Abende länger und es bleibt bis spät angenehm warm. So habe ich kürzlich mein Rennrad aus dem Keller heraufgeholt und damit eine erste kleine Tour gemacht. Wie schön, wie schnell, wie leicht ging es vorwärts! Ich kam gut voran und mein vom Rückenwind unterstützter Enthusiasmus überdeckte lange meine schlechte körperliche Fitness. Auf dem Rückweg setzte mir dann der Gegenwind hart zu. Alles wurde schwer und mühsam. Ich versuchte mich zu motivieren. Im langsamen Vorwärtskommen erwies sich mir ein Gedanke als besonders hilfreich. Ich sagte mir: Es geht nach Hause! Jeder zurückgelegte Meter bringt dich näher zum Ziel!
Während des Fahrens begann ich  mir Gedanken darüber zu machen, wo ich mich denn eigentlich zu Hause fühle? Auf die Frage einzelner Gemeindeglieder, ob wir uns hier als Familie im unteren Tösstal gut eingelebt haben, antworte ich jedenfalls stets mit einem überzeugten "Ja". Im weiteren Nachdenken kommt mir ein Wort des Philosophen Karl Jaspers in den Sinn: "Heimat ist da, wo ich verstehe und verstanden werde." Da stimme ich innerlich sofort zu, denn Verstehen schafft Vertrautheit und Sicherheit und lässt mich sagen: "Da bini dihei".
Ich wünsche mir, dass gerade auch unsere Kirchgemeinde ein Ort eines tiefgreifenden Verstehens sein kann, dass wir einander immer neu zu verstehen suchen und uns selbst durch andere neu verstehen lernen. Ich wünsche mir, dass viele Menschen sich in unserer Gemeinde beheimatet und verstanden fühlen und somit sagen können: "Da bini dihei".
Natürlich hat alles menschliche Miteinander und gegenseitige Verstehen auch seine Grenzen. Vieles, was uns widerfährt und begegnet, lässt sich nicht einordnen und verstehen. Es sind diese Momente, in denen unsere Seele zu ahnen beginnt, dass wir hier noch nicht ganz zuhause sind. Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi "Unsere Heimat ist im Himmel". Ein schöner Gedanke, dass der Himmel ein Ort des Verstehens ist. Da werde ich also einmal alles verstehen, was ich heute nicht begreifen kann und ich werde dem begegnen, der mich wie kein anderer versteht und annimmt.
Ich wünsche uns, dass wir trotz und gerade wegen heimatlichen Gefühlen beweglich bleiben, so dass Gott uns durch seinen Heiligen Geist benutzen kann, einander heute und morgen ein Stück Heimat zu sein.

Bhüet eus Gott mitenand!

Hier finden Sie das neuste lokal.

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